Glossar
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B
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Backsourcing
Wird nach erfolgtem Outsourcing eine ausgelagerte Dienstleistung wieder "zurückgeholt", also intern erbracht, so spricht man von Backsourcing. Der Begriff betont den Wechsel von der Fremd- zurück zur Eigenerstellung. Es kann als eine Variante des Insourcings betrachtet werden und wird deshalb gelegentlich auch als Re-Insourcing bezeichnet.
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BPO (Business Process Outsourcing)
Werden komplette Geschäftsprozesse oder Unternehmensbereiche ausgelagert, so spricht man von Business Process Outsourcing (Geschäftsprozess-Outsourcing). Die Verantwortung für den ausgelagerten Prozess liegt beim Outsourcing-Dienstleister, der unter Einhaltung vorgegebener Kriterien den Prozess nach eigenen Standards gestalten kann. Gegenstand des BPO sind häufig klassische Querschnittsaufgaben wie Personal, Einkauf, Rechnungswesen. Da die meisten ausgelagerten Prozesse IT-intensiv sind und die IT-Unterstützung des Prozesses mit ausgelagert wird, weist BPO neben der Geschäftsrelevanz auch einen hohen IT-Bezug auf.
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D
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Due Diligence
Im Kontext einer Vielzahl betriebswirtschaftlicher Transaktionen (Unternehmensakquisitionen, -beteiligungen und -fusionen, Kapitalvergabe, Outsourcing) ist eine sorgfältige Prüfung der Angaben der Beteiligten notwendig. Dieser vor Vertragsabschluss durchzuführende Prüfungsschritt umfasst in der Regel eine qualitative Analyse des Bewertungsobjektes und seiner Risiken und dient damit einerseits der Validierung gemachter Angaben und andererseits als Grundlage für die Preisfindung. Im Kontext des IT-Outsourcings sind typische Prüfobjekte die zu transferierenden Vermögenswerte (Hard- und Software, Gebäude), Mitarbeiter (Mitarbeiterdaten, individual- und kollektivvertragliche Regelungen) und Verträge (Lieferanten, Subunternehmer). Im Outsourcing kann zudem eine beidseitige Due Diligence sinnvoll sein (gegenseitige Prüfung der Outsourcing-Partner).
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I
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Insourcing
Insourcing bezeichnet im weitesten Sinne die Eigenerstellung von Leistungen. Im Gegensatz zum Backsourcing setzt es nicht die vorherige Fremderstellung voraus. In engeren Definitionen werden jedoch noch zusätzliche Bedingungen an das Vorliegen von Insourcing geknüpft. Hier ist zum einen die Variante anzutreffen, dass von Insourcing nur dann zu sprechen ist, wenn unter Einbezug auch externer Anbieter, die Entscheidung für interne Erbringung gefallen ist. Eine andere Auffassung betrachtet die Begriffe Insourcing, Outsourcing, Backsourcing in zeitlicher Folge und bezeichnet mit Insourcing das erstmalige Erbringen von Leistungen in einem Unternehmen, die zuvor nicht zum Leistungsspektrum des Unternehmens gehört haben.
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IT-Outsourcing
Unter IT-Outsourcing versteht man das Outsourcing von IT-Leistungen. Es handelt sich also um einen Oberbegriff, unter den viele Varianten des Fremdbezugs von IT-Leistungen fallen, z.B. Application Service Providing, externer Help Desk, IT-Infrastruktur-Outsourcing, externe Anwendungsentwicklung und/oder -wartung, externer RZ-Betrieb usw. Im engeren Sinne sind insbesondere zwei Interpretationen anzutreffen: zum einen die Auslagerung der kompletten IT-Infrastruktur (IT-Infrastruktur-Outsourcing) und zum anderen noch weitergehender das totale Outsourcing der gesamten IT-Aufgaben und -Ressourcen eines Unternehmens. Letzteres ist in der Regel dann der Fall, wenn weniger als 20% des IT-Budgets und nur eine kleine zur Steuerung notwendige Restorganisation (Retained Organisation) im Hause verbleiben.
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IT-Sourcing
Prozessorientiert interpretiert, bezeichnet IT-Sourcing die Beschaffung von IT-Dienstleistungen und anderen IT-Produkten. Strukturell betrachtet, bezeichnet es die für die IT-Leistungserbringung eingesetzten Koordinationsmechanismen (Markt vs. Hierarchie) und ihre konkrete organisatorische sowie rechtlich-finanzielle Ausgestaltung.
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N
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Nearshoring (Nearshore-Sourcing)
Der Bezug von Leistungen aus Ländern mit deutlich niedrigerem Lohnniveau (oder anderen Vorteilen) wird im Gegensatz zum Onshore-Sourcing (Beschaffen auf dem heimischen Markt) in Abhängigkeit von der räumlichen Ferne als Offshoring oder Nearshoring bezeichnet. Dabei assoziiert man mit Nearshoring Länder desselben Kontinents, z.B. osteuropäische Staaten, wohingegen man bei Offshoring (z.B. nach Indien oder China) eine größere räumliche Entfernung (in der Regel andere Kontinente) und erhebliche kulturelle Unterschiede unterstellt.
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O
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Offshoring (Offshore-Sourcing)
Der Bezug von Leistungen aus Ländern mit deutlich niedrigerem Lohnniveau (oder anderen Vorteilen) wird im Gegensatz zum Onshore-Sourcing (Beschaffen auf dem heimischen Markt) in Abhängigkeit von der räumlichen Ferne als Offshoring oder Nearshoring bezeichnet. Dabei assoziiert man mit Nearshoring Länder desselben Kontinents, z.B. osteuropäische Staaten, wohingegen man bei Offshoring (z.B. nach Indien oder China) eine größere räumliche Entfernung (in der Regel andere Kontinente) und erhebliche kulturelle Unterschiede unterstellt.
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Outsourcing (intern vs. extern, total vs. selektiv)
Unter Outsourcing versteht man die Übertragung von Aufgaben, Ressourcen und Verantwortung an einen oder mehrere rechtlich unabhängige Dienstleister. Es findet somit ein Übergang von Eigenerstellung (Make) zu Fremdbezug (Buy) statt, der durch Reduktion der Wertschöpfungstiefe zu einer Veränderung in der zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung führt. Von Outsourcing (externes Outsourcing, Auslagerung) spricht man, wenn der Dienstleister nicht nur rechtlich, sondern auch finanziell unabhängig ist vom auslagernden Unternehmen, d.h. beispielsweise nicht demselben Konzern angehört.
Internes Outsourcing (Ausgliederung) liegt vor, wenn die Leistung zwar innerhalb eines finanziell abhängigen Verbundes erbracht wird, aber zumindest rechtliche Unabhängigkeit (z.B. Leistungserbringung durch eine IT-Tochter (sog. Captive Outsourcing)) oder typische Merkmale einer Outsourcing-Beziehung wie z.B. die Erzielung von Skaleneffekten oder der teilweise Erhalt von Marktmechanismen vorliegen. Im diesem Sinne gehen manche Autoren so weit, dass sie ein Shared-Service-Center als spezielle Form des internen Outsourcings betrachten.
In Abhängigkeit vom Grad der Vollständigkeit der übertragenen Aufgaben und Ressourcen spricht man von selektivem vs. totalem Outsourcing.
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Outtasking
Bei dieser Form des selektiven Outsourcings ist der Aufgabenumfang eher klein und es gehen keine oder kaum Vermögenswerte und Personal an den Dienstleister über. Das Ausmaß übertragener Verantwortung ist damit auch weniger weitgehend als im klassischen Outsourcing.
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R
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Retained Organisation
Auch bei totalem Outsourcing eines Bereiches oder Prozesses verbleibt in der Regel eine kleine Organisationseinheit, die sog. Retained Organisation, im Unternehmen, die völlig neu organisiert werden muss, um an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Dienstleister vornehmlich Steuerungs- und Koordinationsaufgaben wahrnehmen zu können.
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